GENEALOGIE

(Familiengeschichtsforschung)

Die Beschäftigung mit der Familiengeschichte, der Genealogie, hat zunächst das Ziel, Namen und Lebensdaten von miteinander verwandten Personen zu ermitteln. Ausgehend von der kleinsten Einheit der Familie, also den Eltern und ihren Kindern, ist für eine Folge solcher Einheiten die Herkunft eines Menschen von seinen Eltern, die Filiation, nachzuweisen.
Dieser Nachweis geschieht mittels urkundlicher Belege, die nur dann stichhaltig sind, wenn ihre Angaben sich nicht wiedersprechen,am Tatbestand einer bestimmten Filiation also keinen Zweifel lassen.

Wir kennen zwei Grundarten der Arbeitsweise: Die Erforschung der Ahnen (Vorfahren) eines Menschen und die Erforschung der Nachkommen (Nachfahren) eines Menschen. Aufgabe der Forschungsarbeit ist es, im ersten Fall die Generationen der Eltern, Großeltern, Urgroßeltern usw. , im zweiten die Generationen der Kinder, Enkel, Urenkel usw. über einen möglichst langen Zeitraum lückenlos aneinanderzureihen. Dabei wird entweder auf die Erfassung aller Ahnen bzw. aller Nachkommen hingearbeitet, oder es wird aus einer solchen Gesamtheit ein Teil herausgegriffen.

 


Dies kann neben anderen Möglichkeiten eine Stammfolge sein, die diejenigen Nachkommen des Stammvaters umfaßt, die als Träger seines Familiennamens geboren wurden, also seine Kinder, die Kinder seiner Söhne, die Kinder der Söhne seiner Söhne usw. Ein Teil der Stammfolge ist die Stammreihe, die von einem der jüngsten bis zum ältesten bekannten Träger des Familiennamens über die nachgewiesenen Filiationen einen namengebenen Mannesstamm bildet.

Aber auch über eine männliche wie über weibliche Person/Personen führende Verbindung zwischen einem Menschen und einem bestimmten Ahn oder Nachkommen kann verfolgt werden. Der hier stets mögliche Wechsel des Familiennamens ist durch Angaben über die jeweiligen Ehepartner zu verdeutlichen.
Das gilt auch für die Bearbeitung einer Gesamtnachkommenschaft, in der mit den Ehemännern der Töchter, Enkelinnen usw. ständig neue Familiennamen auftreten.

Hier an dieser Stelle verweise ich interessierte Leser auf weiterführende Literatur. Insbesondere möchte ich das "Taschenbuch für Familiengeschichtsforschung" von Wolfgang Ribbe und Eckart Henning empfehlen. Erschienen ist dieses sehr ausführliche in leicht verständlicher Weise publizierte Werk im Verlag Degener & Co. aus Neustadt an der Aisch. In der 9. Auflage mit der ISBN Nummer: 3768610241 (1990).



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